From Startup to Scale-Up: The Proven Process - Recap aus St. Gallen
Rückblick auf unseren Workshop in St. Gallen: Testimonials, Lead Magnets, GPT-Recherche und CRM-Enrichment aus From Startup to Scale-Up.

Ein voller Raum, ein holpriger Start und ein ziemlich guter Auftakt
St. Gallen war eines dieser Events, bei denen schon die ersten Minuten Stoff für einen Rückblick liefern. Unsere Tickets wollten am Empfang zunächst nicht so richtig mitspielen, wir standen also kurz vor einem sehr schweizerisch organisierten Scheitern, haben es dann aber doch noch rechtzeitig in den Workshop geschafft.
Und dann wurde es direkt unterhaltsam: Jonas eröffnete mit dem Hinweis, dass er sich den Workshop-Slot ausdrücklich nicht parallel zu Lovable gewünscht hatte, weil die gerade einfach absurd gefragt sind. Am Ende liefen wir zwar zeitgleich mit HubSpot, aber unser Raum war trotzdem voller. Kleiner Flex, müssen wir fairerweise so stehen lassen.
Im Workshop selbst ging es nicht darum, möglichst viele Slides oder Buzzwords unterzubringen. Der Kern war ein praktischer Prozess für B2B-Founder und wachsende Teams: Wie kommt man von den ersten sauberen Vertriebsbewegungen zu einem skalierbaren Setup, ohne sich zu früh hinter Tools und Automatisierung zu verstecken?
Wir haben bewusst nicht jeden einzelnen Workshop-Block in diesen Rückblick gepackt. Stattdessen hier die vier Punkte, die aus unserer Sicht für die meisten Teams den größten Hebel haben.
1. Testimonials sind kein Nice-to-have, sondern Vertriebsmunition
Ein roter Faden des Workshops war ziemlich klar: Founder sind fast immer die schlechtesten Zeugen für die eigene Genialität. Wer wirklich glaubwürdig verkaufen will, braucht Kundenergebnisse, die nicht aus dem eigenen Mund kommen.
Genau deshalb war ein großer Punkt im Workshop, Testimonials früh systematisch aufzubauen. Nicht irgendwann später, wenn "mal Zeit ist", sondern direkt dann, wenn die ersten echten Resultate entstehen. Und zwar so vorbereitet, dass es für die Kundenseite maximal einfach ist.
Die wichtigste Logik dahinter: Nicht du sollst beweisen, dass deine Lösung funktioniert. Deine Kundinnen und Kunden sollen beweisen, was sich durch sie verändert hat.
2. Lead Magnets funktionieren dann, wenn sie echte Fragen beantworten
Der zweite große Block drehte sich darum, wie man Interesse für einen ersten Schritt erzeugt, ohne permanent kostenlosen 1:1-Aufwand zu produzieren. Unsere klare Position dazu: Ein guter Lead Magnet liefert echten Wert mit wenig zusätzlichem Zeit- und Geldaufwand auf eurer Seite.
Im Workshop haben wir gezeigt, warum kleine, konkrete Inhalte häufig besser funktionieren als große, aufwendig produzierte Formate: kurze Looms, klar beantwortete Einzelfragen, sofort nutzbare Inhalte. Nicht generisches Marketingmaterial, sondern Assets, die im Alltag wirklich weiterhelfen.
Die spannende Beobachtung dahinter: Gute Inhalte verkaufen nicht über Druck, sondern über Sog. Wer die richtigen Fragen seiner Zielgruppe bereits vor dem ersten Gespräch sauber beantwortet, startet jede weitere Unterhaltung mit deutlich mehr Vertrauen.
3. Bessere Leads entstehen über Signale, nicht über starre Listen
Ein besonders relevanter Teil des Workshops war die Frage, wie man heute überhaupt noch interessante Accounts identifiziert, wenn statische Kriterien wie Branche, Unternehmensgröße oder Jobtitel mittlerweile von allen genutzt werden.
Unsere Antwort darauf war im Workshop sehr klar: weg von rein statischen Daten, hin zu signalbasierter Recherche. Also nicht nur: "Passt diese Firma theoretisch zu uns?", sondern: "Gibt es gerade einen konkreten Anlass, warum das Thema jetzt relevant ist?" Zum Beispiel Funding, offene Sales-Rollen oder neue Hires im Revenue-Team.
Genau an der Stelle wurde im Workshop auch sehr greifbar, warum GPT für viele Teams ein sinnvoller Einstieg sein kann: nicht als Spielerei, sondern als pragmatischer Research-Booster, bevor später komplexere GTM-Setups dazukommen.
4. Live-Demos dürfen mutig sein - wenn der Prozess sitzt
Mein persönliches Highlight war der Live-Moment mit jemandem aus der ersten Reihe. Jonas hat spontan eine LinkedIn-Kontaktanreicherung direkt im Workshop gezeigt - immer ein leicht mutiger Move vor Publikum, weil live natürlich auch live bedeutet.
Das Schöne: Der Case lief sauber durch. Und genau deshalb war die Demo mehr als nur ein netter Showeffekt. Sie hat sehr konkret gezeigt, wie Research, Enrichment und CRM-Arbeit ineinandergreifen können, wenn man die richtigen Tools und einen klaren Prozess kombiniert.
Gerade für Founder und kleine Teams ist das aus unserer Sicht entscheidend: nicht zuerst maximale Automatisierung kaufen, sondern zuerst verstehen, welche Daten, Signale und Kontaktpunkte tatsächlich Wirkung erzeugen. Danach darf man skalieren. Vorher skaliert man sonst sehr schnell nur Mittelmaß.
Was aus St. Gallen bleibt
Neben ein paar sehr schönen Bildern, einem vollen Raum und erfreulich hübschen Wasserflaschen bleibt vor allem ein Eindruck: Die Themen rund um Founder Sales, Lead Research, Testimonials und skalierbare Prozesse treffen gerade einen echten Nerv.
Es war großartig zu sehen, wie offen die Runde war, wie viele Nachfragen direkt aus dem Alltag kamen und wie schnell aus einem Workshop echte Gespräche entstanden sind. Genau dafür machen wir solche Formate.
Wenn ihr tiefer in einzelne Themen einsteigen wollt, sprechen wir gern weiter dazu - im Workshop selbst war jedenfalls schnell klar: Von Startup zu Scale-up führt kein magischer Shortcut, aber es gibt einen Prozess, der sehr viel verlässlicher funktioniert als reines Bauchgefühl.